Autor: admin

  • Mach´s gut Nepal, vielen Dank für eine erneut unvergessliche Zeit 🙏

    Nach 6 Wochen (für Raphael waren es sogar insgesamt 6 Monate) in Nepal hieß es Ende April Abschied nehmen. Wir möchten Danke sagen, für eine erneut unvergessliche, intensive und sehr erfolgreiche Zeit in unserer zweiten Heimat. Ein ausführlicher Reisebericht folgt bald und versorgt Euch mit allen wichtigen Informationen. Danke & Namaste 🙏

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  • Bye bye Pokhara 🙏

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    Auch die schönste Zeit hat mal ein Ende und so hieß es gestern Abschied nehmen von den Kids und Jugendlichen des #NamasteChildrensHouse. Zum Abschied haben wir eine kleine Party geschmissen und es sehr genossen noch einmal in Ruhe die Atmosphäre dieses besonderen Ortes aufzusaugen. Da einige der älteren Jugendlichen kurz vor ihrem finalen Examen stehen und anschließend ausziehen werden, war es dieses mal ein besonders emotionaler Abschied. Wir wünschen allen Kids alles Gute und hoffen Euch alle bald wiederzusehen – wo immer ihr dann seid 💚

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    Für mehr Fotos besucht unsere Facebookseite (www.facebook.com/foc-nepal.de) oder folgt uns auf Instagram: @friendsofchildrennepal 🇳🇵📗✏️⛰

  • Namaste, Dherai Dherai Dhanyabad & Pheri Bhetaula 💚🙏 👨‍👩‍👧‍👧(Namaste, vielen Dank & bis zum nächsten mal)

    Nach 10 Tagen bei unserer Familie und Projektpartnern in #Dedhgaun sind wir wieder zurück in Pokhara. Wie immer hatten wir eine schöne wie konstruktive Zeit und sind noch immer voller Eindrücke, neuer Ideen und Liebe!

    IMG_4009Bald erscheint ein neuer Reisebericht/Newsletter, der Euch ausführlich über unsere Projektreise und sämtliche Neuigkeiten informieren wird.

  • Holi und Ankunft von Karin und Tom – Reisebericht 6 nun online!

    1. März 2017, Pokhara/Nepal

    Namaste aus Nepal!

    Plötzlich ist es schon Ende März – meine letzten 2 Wochen sind angebrochen, Karin und Tom sind nun auch vor Ort, letzte Ideen werden noch versucht umzusetzen, andere Dinge bereits vertagt…

    Nepal hat mir eine großartige Zeit beschert, ich bin unglaublich dankbar…ich habe viel lernen dürfen in den letzten Monaten – neben der Ausbildung zum Yogalehrer und einigen Stunden Sprachunterricht habe ich vor allem wieder viel über mich selbst gelernt – und wie wichtig Freunde und Familie sind und immer bleiben werden.

    Ich hatte wieder Besuch seit dem letzten Reisebericht: meine Cousine Doro hat mich für eine Woche beehrt und sich (wie hätte es anders sein können) in Land und Leute verliebt. In meiner Funktion als Onkel habe ich drei ältere Jungs („Neffen“) aus Dedhgaun für einen Kurzurlaub nach Pokhara eingeladen (mit 14, 17 und 20 Jahren der erste Aufenthalt in einer „Stadt“ für die drei Jungs)  – zwei Tage voller Staunen, Spaß und Neuem.

    Ich habe Holi mit den Kindern und Mitarbeitern im Namaste Childrens House gefeiert, war mit Tenna und Ramu aus Dänemark (Praktikanten im Namaste Children´s House) in Dedhgaun, und habe neben Fieber, Erbrechen und Durchfall noch eine Wurzelbehandlung mit meinem Zahnarzt, Dr. Ben, überlebt.

    Für Friends of Children – Nepal e.V. ist auch einiges ins Rollen gekommen: Zum einen die Möglichkeit, viele unserer Projekte mit Ruhe (durch meine regelmäßige Anwesenheit in den Dörfern, mit der Zeit mehr und mehr unauffällig) beobachten zu können und mit Lehrern, Eltern und Kindern ins Gespräch zu kommen, was aus ihrer Sicht sinnvolle Hilfen sind. Zum anderen mit Ganga, Dipendra und Mitgliedern unseres nepalesischen Partnervereins Ideen zu besprechen, sie teilweise auch wieder zu verwerfen, „rumzuspinnen“, auszutesten…ich glaube wir konnten uns gemeinsam einen großen Schritt weiterentwickeln. Auch sind mir viele Zusammenhänge, vor allem auf organisatorischer und politischer Ebene, noch klarer geworden.

    Neue Kooperationen und Kontakte sind entstanden: das Jugendcoaching-Projekt mit der Organisation „Chautaaraa“ aus Belgien, gemeinsame Finanzierungen freizeitpädagogischer Jugendprojekte im Namaste Children´s House gemeinsam mit der Organisation „The International Brothers and Sisters House“ aus Australien, Kontakte zu „Mountain Childcare“ (Holland/Nepal), neue Ideen für Unterrichtsgestaltung von meiner Freundin Helen aus England (sie lebt und arbeitet in Kathmandu an einer Grundschule), Feedback und Austausch mit Maya (die seit 30 Jahren für internationale Hilfsorganisationen in Nepal arbeitet).

    Viel Unterstützung aus Deutschland während meines Aufenthaltes: zu Weihnachten die großartige „Winterkleidung“-Aktion aus Mainz, Geburtstage, Taufen…DANKE DANKE DANKE!

    Ich reise am 5. April weiter nach Thailand, aber Karin und Tom werden euch auf Facebook und auf der Homepage natürlich weiter auf dem Laufenden halten. Aber davor steht noch ein Trip nach Dedhgaun an, den wir größtenteils gemeinsam bestreiten werden. Angestrebt ist ein großes Programm, bei dem Schulen die von ihnen beantragten Förderungen erhalten (u.a. PC´s, Möbel, Tafeln, Lernmaterialien), die Besprechung und Verabschiedung der Projekte für den Zeitraum Sommer 2017-Sommer 2018 mit den Mitgliedern unseres nepalesischen Partnervereins, die „Reis-Zeremonie“ für mein Patenkind (Ganga´s Sohn) Oskar, und so vieles mehr.

    Zum Abschluss: Daumen drücken! Am 04. April hat Ganga einen Termin bei der deutschen Botschaft in Kathmandu – wir versuchen ein Visum für Juli dieses Jahres für ihn zu erhalten.

    Herzliche Grüße sendet euch

    Euer Raphael

    Bei Fragen oder Ideen: Mail an info@foc-nepal.de oder direkt an mich via raphael.ott@foc-nepal.de

     

     

     

     

  • Yoga, nepalesische Familie und Kampf mit den Behörden – Reisebericht 5 online

    1. Februar 2017, Kathmandu/Nepal

    Ein herzliches und frühlingshaftes Namaste aus Nepal!

    Es ist schon wieder über 6 Wochen her, dass ich den letzten Newsletter verfasst habe.

    Nun ist es bereits Mitte Februar, der Winter in Nepal verabschiedet sich, die Tage sind wieder wärmer und die Touristen beginnen ganz langsam wieder mehr zu werden.

    Ich hatte ein wunderbares Jahr 2017 bisher. Wie bereits im letzten Newsletter angekündigt, habe ich mir selbst ein großes Geschenk zum Start des neuen Jahres gegönnt und eine einmonatige Ausbildung zum Yogalehrer absolviert. Das war eine ereignisreiche und durchweg anstrengende Zeit – 6 Tage die Woche von 7 Uhr morgens bis 18 Uhr abends Yogaübungen, Meditationen, Philosophie, Anatomie und Theorie. Ich bin sehr froh und dankbar, mich dafür entschieden zu haben. Ich habe viel gelernt und Zeit mit absolut großartigen Menschen verbringen dürfen.

    Kurz nach Neujahr war ich aber noch einmal in Dedhgaun, gemeinsam mit einer seit Jahren von Asienreisen bekannten Freundin: Helen aus England. Sie lebt momentan in Kathmandu und unterrichtet an einer französischen Privatschule. Sie begleitete mich in unsere Projektregion; unter anderem zu der Shree Bel Bhanyjang Secondary School. Sowohl SchülerInnen als auch LehrerInnen waren fasziniert, mit welchem Spaß und Elan Helen die Kinder (und Erwachsenen) für die Betonung des Buchstaben S im Englischen begeisterte. (Nepalesen tendieren sehr dazu, „eS“ statt „S“ zu sagen, also wird aus Snake (Schlange) gerne eS´nake 😉

    Direkt nach der Yoga-Ausbildung eilte ich wieder, diesmal mit Mark aus Dänemark (er ist Volunteer im Namaste Childrens House in Pokhara, daher kennen wir uns seit einigen Monaten), nach Dedhgaun zu unseren Freunden und unserem Projekt. Der erste Tag im Dorf stand ganz im Zeichen des Sohnes unseres Projektkoordinators Dipendra. Divyam ist jetzt 6 Monate alt und darf nun feste Nahrung zu sich nehmen. Das wird in Nepal besonders gefeiert, mit der sogenannten „Rice-Feeding-Zeremonie“. Divyam mochte den Reis jedoch noch nicht so gerne und brüllte die komplette Zeremonie hindurch.

    Auch mein Patenkind Oskar (der Sohn unseres langjährigen Freundes und Gründers des nepalesischen Partnervereins, Ganga Biswakarma) wächst und gedeiht. Ich widme ihm viel Zeit wenn ich bei meiner „Familie“ im Dorf weile.

    Auch mit Mark besuchte ich Gangas Schule (Shree Bel Bhanyjang) und ich nahm eine Ehrenurkunde für Friends of Children – Nepal e.V. entgegen. Auf diesem Wege hat das Schulkomittee den Dank an uns und alle Unterstützer ausgedrückt. Doch die herzlichen Umarmungen sind deutlicher als jede Urkunde, die überreicht werden kann.

     

    Momentan weile ich in Kathmandu, treffe ich mit neuen und alten Freunden, „Westlern“ wie Nepalesen, und erwarte die Ankunft meiner Cousine, die mich für eine Woche hier besuchen kommt.

    Danach werden einige der größten Feiertage in Nepal zelebriert: Maha Sivaratri, die Nacht Shivas sowie Holi, das Fest der Farben. Davor, dazwischen und danach werde ich nach Dedhgaun pendeln, um die Umsetzung unserer momentanen Projekte sowie die Planung für den kommenden Projektzeitraum (ab Sommer 2017) zu begleiten.

    Das Jugendcoaching-Projekt, das ich vor Weihnachten im Dorf aufgebaut habe, wird regelmäßig besucht und einige ernste Fälle wurden vorstellig. Das freut mich sehr, und es scheint dass die belgische Organisation „Chautaaraa“ die langfristige Finanzierung des Projektes übernehmen wird.

    Behördengänge in Nepal sind nach wie vor kompliziert und werden durch die anstehenden Wahlen in Nepal Mitte Mai nicht einfacher. Noch immer warten unsere nepalesischen Partner auf die endgültige Genehmigung der im August 2016 eingereichten Projektliste (für den Zeitraum bis Sommer 2017) – viele Projekte, die wir regelmäßig in den letzten Jahren durchgeführt haben, setzen wir dank mündlicher Bestätigungen des District Development Comittees bereits um, die großen Projekte (vor allem an den Schulen) harren der Zusage. Dipendra besuchte grade das Social Welfare Council in Kathmandu und hat versucht die Antwort zu beschleunigen – ich weiß jedoch von anderen Organisationen, dass alle mit der Bürokratie hier kämpfen. Momentan sieht es so aus, dass wir noch im März eine große Veranstaltung in Dedhgaun abhalten können, an denen mit mehr als ein Dutzend Schulen der Region Vereinbarungen unterzeichnet und Spenden übergeben werden sollen.

    Mitte März stoßen dann auch endlich zuerst Tom (der von seinem Freiwilligendienst in Jamaika nach Nepal fliegt) sowie Karin (sie kommt aus Griechenland, wo sie momentan in Flüchtlingscamps ehrenamtlich tätig ist) für einige Wochen zu mir, bevor ich Anfang April zu meinen finalen drei Wochen Strandurlaub nach Thailand übersetze.

    (Übrigens: Kathmandu wurde grade zur 7t-schmutzigsten Stadt der Welt gekürt – absolut verständlich. Überall ist Staub in der Luft, neben Baumaßnahmen – Hotels, Häuser, Tempel – werden momentan neue Wasserrohre unter der Stadt verlegt. Überall werden Straßen aufgerissen und selten wieder zügig geschlossen…momentan legt sich über alles eine Staubschicht…viele Menschen versuchen die Stadt zu verlassen wenn es irgend geht. Auch ich werde nur so lange hier weilen, wie es sein muss.)

    Herzliche Grüße sendet euch

    Euer Raphael

    Bei Fragen oder Ideen: Mail an info@foc-nepal.de oder direkt an mich via raphael.ott@foc-nepal.de

     

     

     

     

  • Reisebericht für Kinder nun online.

    Januar 2016, Kathmandu/Nepal

    Ein herzliches „Hallo“ – oder wie man hier sagt: „Namaste“ – aus Nepal!

    Die Meisten von euch haben ja schon mal etwas von Nepal gehört oder haben sogar jemanden von Friends of Children – Nepal e.V. kennengelernt und etwas über das Leben in Nepal erfahren.

    Ich – Raphael – bin nun seit über 3 Monaten hier in Nepal. Ich bleibe bis April hier, versuche die Sprache zu lernen und hoffentlich vielen Kindern und Jugendlichen hier zu helfen, oder Wege zu finden, wie bald geholfen werden kann.

    Wenn Ihr mehr über Friends of Children – Nepal e.V. erfahren wollt, schaut doch mal im Internet unter www.foc-nepal.de. Da steht ganz genau, was wir in Nepal tun: Unterstützung beim Schulbesuch, Hausaufgabennachhilfe, Spieltage und und und…

    Wie ihr euch vielleicht vorstellen könnt, ist es hier nicht sehr weihnachtlich gewesen. In Nepal leben nur ganz wenige Christen, so dass man hier keine geschmückten Weihnachtsbäume sehen konnte und auch keinen Weihnachtsmarkt.

    Dafür kann man aber jeden Tag faszinierende Dinge sehen, die so ganz anders als in Deutschland sind.

    1. Tiere: Besonders ist, dass hier Kühe als heilig gelten und deshalb sozusagen machen dürfen was sie wollen. Sie liegen, stehen oder laufen wo sie wollen. Auch gerne mal mitten auf einer großen Kreuzung. Und Hunde: überall gibt es Hunde, die den ganzen Tag alleine draußen rumrennen. Oder faul in der Sonne liegen. Wie die Kühe, gerne auch mal mitten auf der Straße. Und nachts sind die dafür dann immer wach und machen einen Riesenlärm.
    2. Schule: Wenn man hier zur Schule gehen will, muss man sich zu allererst eine Schuluniform leisten können. Die ganze Schule von Klasse 1-10 bzw. 12 haben dieselben Sachen an. Meistens blaue Oberteile und weiße Hosen oder Röcke, manchmal auch grün und weiß. Schule fängt um 10 Uhr morgens an – nein, das heißt nicht, dass die Kinder hier voll lange ausschlafen können. Um 6 Uhr stehen die meisten auf. Und entweder müssen sie morgens noch auf dem Feld helfen, lernen oder stundenlang zu Schule laufen. Schule ist von Sonntag bis Montag, nur der Samstag ist frei. Aber es gibt eine Menge Feiertage und lange Sommerferien.
    3. Spielsachen: Die meisten Kinder haben keine oder nur ganz wenige Spielsachen. Vor allem ist man draußen und trifft seine Freunde, wenn man nicht lernen oder arbeiten muss. Aber manchmal gibt es besondere Festtage, und da gibt es dann Riesenschaukeln oder andere spannende Dinge. Und in den Dörfern bastelt man sich, was man kann.
    4. Kinderarbeit: Leider gibt es auch einige Kinder, die schon sehr früh nicht mehr zu Schule gehen können. Ich treffe immer wieder solche Kinder, die schon mit 12 Jahren den ganzen Tag arbeiten. Nicht, weil sie Schule doof finden – sondern, weil die Eltern nicht genug verdienen, um alle satt zu bekommen. Und der Staat ist nicht so gut organisiert wie in Deutschland und hilft nicht wirklich. Oder die Kinder sind alleine und müssen selbst Geld verdienen, um überleben zu können.

    Ich habe euch einige Bilder mitgeschickt. Ich hoffe, ihr könnt alles gut erkennen!

    Mich fragen die Kinder hier ganz, ganz viel über euch: Wie ihr denn lebt, was ihr esst, was ihr für die Schule anzieht, wie oft ihr Ferien habt, was ihr gerne spielt und so viel mehr.

    Am liebsten würden sie euch treffen, aber das ist leider sehr schwer zu organisieren.

    Wenn Ihr einen Brief schicken wollt – gerne per Mail – werde ich diesen dann mit den Kindern hier besprechen.

    Ein herzliches Namaste aus Nepal!

    Euer Raphael

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    Fragen oder Ideen? Einfach eine Mail an: info@foc-nepal.de oder direkt an mich: raphael.ott@foc-nepal.de

     

     

     

     

  • Naya Barsa Ko Hardik Shuvakamana 🙏

    Ein friedliches und wundervolles neues Jahr mit guter Gesundheit, Frieden und Gelassenheit wünschen Euch Karin (Deutschland), Raphael (Nepal) und Tom (Jamaika) <3

  • Frohe nepalesische Weihnachten 🙏

    Während die meisten von uns das Glück haben Weihnachten mit ihren Liebsten zu verbringen und sich mit gutem Essen und Geschenken zu verwöhnen, haben viele Menschen in Nepal weniger Glück. Daher liegt es uns am Herzen diese Menschen bei ihrem Wunsch nach einem schönen Weihnachtsfest zu unterstützen und den Kindern ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern.

    Dieses Jahr konnten wir zu Weihnachten an vielen verschiedenen Orten und in verschiedenen Angelegenheiten helfen und sind stolz und froh einige Eindrücke mit Euch zu teilen:

    So gab es an Heiligabend ein reichhaltiges Picknick an allen Hausaufgabenzentren unserer Projektregion, insgesamt 50 Kinder konnten mit warmer Winterkleidung versorgt werden und im Namaste Childrens House steuerten wir eine Torte, Fleisch und kleine Geschenke bei.

     

    Euch allen noch ein paar schöne, ruhige Tage und einen guten Start in 2017 – Namaste!

     

  • Frohe Weihnachten!

    Wir wünschen all unseren Unterstützterinnen ein friedliches Weihnachtsfest und viel Spaß beim Lesen von Rapaels neuestem Reisebericht.

    21. Dezember 2016, Pokhara/Nepal

    Ein weihnachtliches Namaste aus Nepal!

    Es ist viel passiert in den letzten Wochen: unter anderem habe ich zwei Wochen bei unseren Freunden und Projektpartnern in Dedhgaun verbracht. Neben viel Zeit mit den Familien unseres Freundes Ganga und unseres Projektkoordinators Dipendra blieb genügend Raum für den Besuch einiger Schulen, diverse Treffen, neue Planungen und die Umsetzung von Projekten.

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    Zwei Higher Secondary Schools (vergleichbar mit unseren Realschulen, bis Klasse 10) habe ich besucht, um Verträge über die Übergabe und Nutzung von Computern zu unterzeichnen. FoC-Nepal wird jeweils zwei PC´s zur Verfügung stellen, sobald die Schulgemeinschaften die Stromversorgung der selbigen ermöglichen. So können die Jugendlichen nun endlich wichtige Unterrichtsinhalte am PC erproben. Der Lehrplan sieht Informatikunterricht vor, jedoch stellt der Staat keine elektronischen Geräte.

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    Außerdem besuchte ich einige Schulen, die von unserer Erdbebenhilfe Teile der beschädigten Gebäude wieder aufbauen bzw. ausbessern konnten. Noch immer zeigt ein genauerer Blick, wie viele Gebäude schwer beschädigt und eigentlich keineswegs sicher sind.
    Das Jugendcoaching-Projekt „Thos Adhar“ (feste Basis), das FoC-Nepal in Kooperation mit der Chautaara-Foundation aus Belgien durchführt, ist nun in seine Testphase eingetreten. Nach einigen Beratungen mit den beiden Coaches Bir Bahadur und Rishie Ram führten wir gemeinsam eine Kurzpräsentation vor 150 Schülerinnen und Schülern der Klassen 8-10 durch und hoffen nun, dass das gezeigte Interesse auch zur Teilnahme am – nun jeden Samstag stattfindenden – Programm führen wird.
    Nebenbei besuchte ich noch zwei Hochzeiten im Dorf sowie eine politische Großveranstaltung, an der sich FoC-Nepal aber betont unparteiisch gab, um in keinerlei politische Entwicklungen verstrickt zu werden.
    Auch konnte – dank einer Spende aus Bensheim von einer uns unterstützenden Ärztin – dem Health Post Center (Geburtszentrum für die Region, Impfzentrum u.ä.) eine Kühl-/Gefrierkombination übergeben werden, in der nun Impfstoffe und Medikamente wie vorgesehen gelagert werden können. Zusätzlich konnte einem kleinen Health Center dringend benötigte Utensilien gezahlt werden. Vielen Dank!
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    Einige der Wege vor Ort legte ich mit Ganga oder Dipendra auf dem Motorrad zurück, andere zu Fuß. Wie so oft stellte ich fest, welchen mühsamen Lebens- und Arbeitsbedingungen die Menschen vor Ort ausgesetzt sind. Sei es im Winter – bei nasskalten nebligen Nächten – ohne Heizung zu leben und sich um ein kleines Lagerfeuer an der Kochstelle zu versammeln, mit einem Glas heißem Wasser. Oder die Eiswasser-Eimer-Dusche. Oder jeden Tag Blumenkohl – es ist Saison. Oder mit Motorrädern durch Flüsse zu fahren, um abgelegene Schulen zu erreichen. Oder bitterlich frierende Kinder der ärmeren Familien zu sehen und sich zu fragen, ob das nicht anders sein müsste.

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    Und gleichzeitig eine Zeit unvorstellbarer Gastfreundschaft, innerer Ruhe, herrlicher Natur, purer Herzlichkeit, eines immer tieferen Verständnisses für kulturelle Begebenheiten und Veränderungen in diesem Land sowie rührende Überraschungen aus Deutschland.
    An dieser Stelle möchte ich meiner Familie und Freunden sehr herzlich danken. Dank spontaner Sammelaktionen konnten innerhalb von 2 Tagen genügend Spenden gesammelt werden, um nun über 50 Kinder in unserer Projektregion mit anständiger Kleidung für die kalte Saison auszustatten. Danke für eure schnelle Hilfe – das war und ist absolut großartig!
    Ich selbst werde nun Weihnachten hier in Pokhara mit einer europäischen Freundin feiern, der ich danach auch unser Dorf Dedhgaun zeigen werde – Silvester bin ich dann erneut in Pokhara zum alljährlichen großen Street-Festival. Danach begebe ich mich für 1 Monat etwas außerhalb von Pokhara in ein kleines Yoga-Zentrum, um eine Ausbildung zum Yoga-Lehrer zu absolvieren (wann ist sonst schon Zeit und Muße für so etwas). Im Februar wird es dann erneut in die Projektregion gehen, bevor ab Mitte März Karin und Tom zu mir stoßen werden.

    Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch in ein hoffentlich friedvolles Jahr 2017
    wünscht

    Euer Raphael

    Bei Fragen oder Ideen: mail and info@foc.de oder direkt an mich via raphael.ott@foc-nepal.de